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DerSensenmann
6102 9836 500


"Jaa, London!! Kennt Ihr doch, Fish and Chips, Tee mit Milch, beschissenes Essen, Pisswetter, Scheiss Mary Poppins, London!!!"

Tag 1

Das Wetter hier ist um nichts besser als daheim. Ich steige aus dem Billigflieger aus und hol mir meinen Koffer. Ein paar Meter weiter lasse ich ihn stehen, zum Glück merkt außer meinem Kompagnon niemand, dass ich es war. Wir setzen uns eine halbe Stunde in den Zug und kommen dann in London Victoria an. Das wird ein teurer Trip – allein die Tickets kosten mich ein kleines Vermögen. Die U-Bahn ist verdammt verwirrend. Kommen endlich im Hotel an, das den Namen nicht verdient hat. Abgefuckt und winzig wäre die Untertreibung des Jahrhunderts. „Eng“-land bekommt eine ganz neue Bedeutung. Machen uns auf den Weg zur Oxford Street. Die U-Bahn ist ein Catwalk und ich wäre jetzt gern Modelagent. Die Frauen hier sind der Wahnsinn. Es wird Abend. In Hoxton steppt laut Reiseführer der Bär. Tut er aber bei weitem nicht. In einem Pub in der Liverpool Street stoßen wir auf zwei verrückte Mädels. Sie reden Cockney. Ich versteh kein Wort. Zum Glück können wir sie abhängen. London ist scheiß groß. In London geht man scheiß lange herum, kommt aber trotzdem nicht vom Fleck. Endlich. Ein Club. Trinken ein paar Bier und gehen weiter (Schwanzparade). Im 333 spricht mich ein carribean girl an und zeigt mir ihre Zunge. Das 333 ist ziemlich Underground. Wir gehen wieder. Taxis hier sind gar nicht so teuer wie alle sagen. Es ist 4 Uhr. Gute Nacht.

Tag 2

Holen uns einen Bagel und fahren dann nach Tottenham. Die White Hart Lane ist am Ende der Welt. Schaut nach Problembezirk aus. Tickets sind ausverkauft. Machen schlechte Fotos und gehen wieder. Piccadilly Circus. Machen geile Fotos und gehen die Regent Street rauf. What the fuck? Anstellen beim reingehen? Verteilen dieser Abercrombie und sein Fitch irgendwas gratis? Hab Minderwertigkeitskomplexe. Nur schöne Menschen hier. Nach einer Stunde anstellen (fürs bezahlen!) ist die Nahtoderfahrung überstanden. Gehen Richtung Oxford Street. Immernoch scheiß kalt hier. Gap verkauft H&M Kram zu überteuerten Preisen. Mit der Bakerloo bis Paddington. Machen uns fertig für den Abend. Der Kellner im Pride meint, wir sollten heut eher Leceister Square als Ministry of Sound gehen, wenn wir noch keine Tickets haben. Er hat Recht. Hier geht’s wirklich ab. Eintritt + Jacke abgeben = 19 Pfund. Bekomme einen Long Island von ’nem Mädel, das mir nicht gefällt. Clubs in London schließen viel zu früh. Es ist 4 Uhr. Gute Nacht.

 

Tag 3

Das ist ja hier wie im Disneyland. Die Tafel mit „Queue time from here 1 hour“ war keine Verarsche. Machen die geilsten Fotos ever. Die Wachsfigur von Johnny Depp schaut am Foto täuschend echt aus – arg. Verpassen Chelsea – Arsenal weil wir kein Pub mit Fernseher finden. Was ist an der London Bridge besonderes? Gehen die Themse weiter bis zur Tower Bridge. It’s raining cats and dogs. Machen trotzdem mörder Fotos. Big Ben und London Eye können einiges. Kann beim vierten Versuch endlich Bargeld abheben. Die Tische bei Starbucks wackeln wir ein Kuhschweif. Stellen uns auf einen gemütlichen Abend im The Zoo ein. Landen dank der Französin in der coolsten Hütte bis jetzt. The End. Lerne zwei Spanierinnen kennen. Taxis hier sind gar nicht so teuer wie alle sagen. Es ist 5 Uhr. Good night and good luck.

 

Tag 4

Versuchen es noch mal bei A&F. Deutlich weniger los heute. Beobachte wie ein Typ hier binnen 5 Minuten einen Job bekommt. Jetzt darf er auch einen Hydranten mimen. Regent Street schlägt Oxford Street um Längen. Meine Visa hat Verbrennungen dritten Grades. Lasagne bei Pizza Hut ist ausgezeichnet. Camden Town ist die geilste Gegend von London. „I have more talent in my left ball than you have in your entire nervous system“ ist mein neuer Lieblingsspruch. Freaky, freaky people. Via Northern und Hammersmith & City bis Paddington. Trafalgar Square im Dunkeln ist so unnötig wie Ameisen im Schritt. Schloss Schönbrunn kann mit Buckingham Palace halbwegs mithalten. Netter Londoner erklärt uns auf feinstem Oxford English den Weg. Wir antworten ihm auf Ginglish. Es ist 23 Uhr. Sachen sind gepackt. Gute Nacht.

 

Tag 5

3:45 – Ohhh, this sex is on fire. Eine andere Weckermelodie wäre wohl angenehmer gewesen. Schaffen es rechtzeitig ein Taxi zu bekommen. Der Fahrer beschwert sich über den kalten Winter. Wir auch. Gatwick Express fährt doch schon um 4:30. Das trifft sich gut. Ein letzter Bagel. Goodbye London, my love.   

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Schweinderl