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DerSensenmann

Hot New Shit from South West London

Don't believe the hype – it's all the same! Das denkt man, wenn schon wieder eine „neue, innovative“ Band aus London empfohlen wird. Aber hört her - The XX sind die Antithese des Hypes.

The XX, die jetzt ihr Debut „XX“ veröffentlichen, bestehen aus vier 19-Jährigen, ohne Ray Ban-Brillen, ohne Röhrenhosen, ohne The Strokes Buttons. Sie sind ganz normale Jugendliche aus einem Vorort von London. Sie würden neben den Wombats und Razorlight auf der Bühne kaum auffallen. Sie würden auch auf der Straße weniger ins Auge stechen, im Gegensatz zu einer Elly Jackson (La Roux). Aber diese Unauffälligkeit, diese Unscheinbarkeit ist das, was The XX so besonders macht. Ihre nahezu ausdruckslose Gesichtsmimik im Musik-Video „Crystalised“ belegt es - sie müssen gar nicht durch neonfarbene Jacken herausstechen. Vielmehr ist es ihre Zurückhaltung, die Interesse weckt. Genau wie ihre Musik – so verletzlich, persönlich, nostalgisch, ergreifend.

The XX sparen an Gitarren, Drums, Keyboard und Synthiesounds. Das bedeutet aber nicht, dass diese nicht vertreten oder kaum zu hören sind. Zum Vorschein kommt jedoch eher die Stimme der Sänger Romy und Oliver – ein perfekt harmonierendes Duo, welches seine melancholischen Texte abwechselnd präsentiert. Dann zusammen. In „Crystalised“ hört es sich so an, als ob sie eine Geschichte erzählen wollten, über Schmerz und Trauer. In „Basic Space“ klingen sie wie ein Mix aus Laura Marling und Hot Chip – ein Gequassel und Durcheinander, begleitet von Synthie-Drums und dunklem, tiefen Bass, welche an gotisch-nostalgischen Pop erinnern. Diese Mischung macht The XX speziell und einprägsam.

Lösen wir die Gleichung auf mit den unbekannten Variablen XX. Heraus kommt ein Tranquilizer: Beruhigend, sedierend, einzigartig und signifikant für eine neue Musikepisode. The XX – das ist Eskapismus statt Aufruhr. The Ting Tings können mit ihrem „They call me quiet girl but I'm a riot“ einpacken – hier kommen die Anti-Riots. (motor.de)

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Schweinderl